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Was ist das Low-Exergie-Netz?

Berlin will bis 2050 klimaneutral werden. Mit einer innovativen Kombination unterschiedlicher Technologien entsteht in Berlin TXL ein urbanes Labor für ein CO2-neutrales Stadtviertel. Leitidee des Energiekonzepts ist das Low-Exergie-Netz. Das LowEx-Netz wird mit Temperaturen bis 40 Grad Celsius betrieben. Gegenüber klassischer Fernwärme mit Temperaturen von teils über 100 Grad sind die Verluste im LowEx-Netz deutlich geringer. Die niedrige Vorlauftemperatur macht es außerdem erst möglich, umweltfreundliche Wärmequellen effizient zu nutzen.

Auf dem dezentralen Energie-Marktplatz können Verbraucher zusätzlich Abwärme aus Gebäuden, Abwasser, Serverräumen oder Industrieanlagen in das Leitungssystem des Netzes einspeisen und hierfür eine Vergütung erhalten. Als erneuerbare Energiequellen sieht das Konzept zum Beispiel oberflächennahe Geothermie, Solaranlagen und Windkraft vor.

Ein komplett neu entwickeltes Stadtquartier bietet für das Energiekonzept ideale Voraussetzungen, denn das innovative Konzept kann bei allen Planungsschritten berücksichtigt werden. Den Betrieb des LowEx-Netzes werden die Berliner Stadtwerke und E.ON übernehmen. Die Bietergemeinschaft hatte sich im Oktober 2018 bei einer europaweiten Ausschreibung um die Konzession zur Wärme-und Kälteversorgung für Berlin TXL durchgesetzt.