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Können Menschen und Tiere in einer Stadt zusammenleben?

Die Erde wird immer stärker von Städten geprägt. Bis 2050 wird die Bevölkerung in urbanen Räumen nach Schätzungen der UN weltweit um 2,5 Milliarden Menschen zunehmen. Doch wo bleibt die Natur beim Wachstum der Metropolen? Ein genauer Blick zeigt: Die Natur ist schon mittendrin in unseren Städten – vom Falter bis zur Fledermaus! In Zukunft wird es darum gehen, Stadtnatur bewusst zu gestalten und für den Erhalt und die Bereicherung der Artenvielfalt zu nutzen. In der Stadtplanung ist das Thema Biodiversität noch völlig neu, mit Animal-Aided Design wird es im Schumacher Quartier gezielt integriert.

Für das Schumacher Quartier haben Experten 14 chancenreiche Zielarten identifiziert. Für sie werden in dem Wohnviertel und im angrenzenden Landschaftspark auf dem ehemaligen Flughafengelände artgerechte Lebensbedingungen geschaffen:

  • 2 Säugetier-Arten: Eichhörnchen, Breitflügel-Fledermaus
  • 6 Vogel-Arten: Nachtigall, Haubenlerche, Star, Haussperling, Mauersegler, Turmfalke
  • 1 Amphibien-Art: Wechselkröte
  • 5 Insekten-Arten: Schwalbenschwanz, Kleiner Sonnenröschen-Bläuling, Liguster-Schwärmer, Rotbeinige Körbchen-Sandbiene, Nachtigall-Grashüpfer

Ganz im Sinne der Biodiversität ist damit zu rechnen, dass sich mit den Zielarten weitere Spezies im Quartier ansiedeln werden. Entwickelt wurde die Planungsmethode Animal-Aided Design von dem Ökologen Prof. Dr. Wolfgang Weisser von der TU München und dem Landschaftsarchitekten Dr. Thomas E. Hauck von der Universität Kassel. Ihren Ansatz beschreiben die Wissenschaftler als „Bauen für Mensch und Tier“.